Schnuller

Schon wenn ein Baby geboren wird, hat es einen Saugreflex und kann direkt an einem Schnuller saugen. Sogar bei Ultraschalluntersuchungen können Sie als werdende Eltern beobachten, wie Ihr ungeborenes Baby zufrieden am winzigen Daumen nuckelt. Saugen dient bei Babys nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch zur Beruhigung. Die beruhigende Wirkung wird von Hormonen ausgelöst, die Babys Körper ausschüttet, wenn es genüsslich nuckelt. Selbst die Verdauung wird durch diese Hormone angeregt. Die meisten jungen oder werdenden Eltern kaufen daher ihrem Baby einen Schnuller. Doch gerade wenn Sie als junge Mutter stillen möchten, sollten Sie Ihrem Baby den Schnuller nicht bereits direkt nach der Geburt geben. Da der Sauger des Schnullers eine andere Form wie die Brustwarze hat, kommt es beim Säugling zu einer sogenannten Saugverwirrung, wenn der Schnuller zu früh angeboten wird. Außerdem muss ein Baby an einem Schnuller auch anders saugen als an der Brustwarze. Junge Eltern sollten auf ihr Gefühl vertrauen, wann der richtige Zeitpunkt für den Nucki, den Schnulli, den Dietzi, den Diddi oder den Nuckel ist, wie der Schnuller umgangssprachlich auch gerne genannt wird.Schnuller

Bei einem Schnuller ist zu achten auf?

So gern die meisten Babys ihren Sauger mögen, so sehr sollten junge Eltern doch darauf achten, dass es diesen nicht den ganzen Tag im Mund hat. Babys, die ständig daran nuckeln, entwickeln kaum ein Hungergefühl und trinken dann zu wenig. Ein Beruhigungssauger ist aber immer dann ein Segen, wenn das Baby sich ohne den Sauger nicht mehr beruhigen lässt, krank ist oder Sie eben mal kurz zur Türe muss, weil die Nachbarin geklingelt hat. Es hängt aber auch vom Kind ab, wie gerne es einen Nuckel mag. Die einen spucken sämtliche Schnullertypen wieder aus, die anderen saugen begeistert an jedem x-beliebigen Schnuller. Je nachdem, wie beliebt der Schnuller beim Kind ist, kann es ein mehr oder weniger großes Drama werden, diesen Schnuller wieder loszuwerden. Kinderärzte empfehlen, den Schnuller allerspätestens mit dem 3. Geburtstag abzugewöhnen. Die wenigsten Kinder geben ihren Schnuller widerstandslos ab. Stattdessen ist es meist ein Drama, wenn das Kind plötzlich ohne Schnuller einschlafen muss oder sich eine kleine Schürfwunde zugezogen hat und den Schnuller nicht mehr zu Beruhigung bekommt. In diesem Fall hilft es vielen Kindern, wenn sie ihren geliebten Schnuller dem Nikolaus, dem Osterhasen oder der Schnullerfee mitgeben können. Diese lassen dann vielleicht im Gegenzug sogar ein kleines Geschenk da…

Das Material eines Schnullers

Doch bevor es überhaupt erst einmal zur Abgewöhnung eines Schnullers kommen kann, müssen Sie als Eltern erst entscheiden, welche Schnullerart und –form Sie für Ihr Kind kaufen möchten. In den Drogeriemärkten, Apotheken und Supermärkten sieht man Schnuller aus Latex, Kautschuk, kiefergerechte Schnuller, Schnuller mit Bärchen, Schnuller mit dem Motiv des Lieblingsfußballvereins, rosafarbene und blaue Schnuller und viele mehr. Das Angebot ist absolut unübersichtlich. Unabhängig vom Design gibt es zwei unterschiedliche Arten von Schnuller: den Schnuller aus Latex (Naturkautschuk) und die Silikonschnuller. Silikon ist ein sehr hitzebeständiges Material, das unbegrenzt oft ausgekocht werden kann und geruchs- und geschmacksneutral ist. Schnuller müssen regelmäßig gereinigt und ausgekocht bzw. desinfiziert werden, insofern ist dies ein großer Vorteil der Silikonschnuller. Doch diese Art von Schnuller hat auch Nachteile: Sobald Babys Zähnchen bekommen, kauen sie auf ihrem Schnuller herum. Haben sie einen Silikonschnuller im Mund, so können sie hier problemlos ein Eckchen abbeißen und schlucken das Silikon. Schnuller aus Latex bzw. Naturkautschuk sind Naturprodukte.
Die Sauger sind weich, gleichzeitig aber auch bissfest. Gerade wenn Babys ihre ersten Zähne bereits haben, sollten Sie also eher zum Schnuller aus Naturkautschuk greifen. Einige Hersteller bieten ihren Kautschuk-Schnuller auch komplett aus diesem Material an.Diese Schnuller sehen zwar vielleicht nicht so putzig aus, haben aber den Vorteil, dass sich kein Staub am Schnullerschild sammeln und in Babys Mund geraten kann. Im Gegensatz zum Sauger aus Silikon ist der Schnuller aus Kautschuk aber nicht so hitzebeständig. Regelmäßiges Auskochen ist mit den Kautschuk-Schnullern nicht möglich, da sie bald porös werden. Daher müssen Sauger aus Kautschuk häufiger ausgewechselt werden als Silikonsauger. Zu langes Nuckeln, egal mit welchem Schnuller, führt zu Kieferverformungen. Es gibt zwar spezielle kiefergerechte Schnuller, die durch ihre Form verhindern sollen, dass sich Babys Kiefer verformen, doch auch an diesen Nuckeln sollten Sie ein Baby nicht den ganzen Tag saugen lassen.
Achten Sie beim Schnullerkauf auf jeden Fall darauf, dass das Material frei von schädlichen Stoffen wie Phthalaten, Bisphenol A und PVC ist. Zusätzlich vermerken die meisten Hersteller auf ihren Schnullern auch Altersangaben wie z. B. 0-6 Monate, 6-18 Monate und 18-36 Monate. Auf die Altersangabe sollten Sie aber nicht blind vertrauen. Wenn Ihr Kind noch recht klein und zart ist, wird es den nächst größeren Schnuller vermutlich sofort wieder ausspucken, weil der Sauger zu groß für den kleinen Mund ist. Umgekehrt kann es aber auch sein, dass ein groß gewachsenes Baby schon früher die nächste Schnullergröße benötigt. Anderenfalls könnte es den zu kleinen Schnuller sogar ganz in den Mund stecken – mit fatalen Folgen.Einen neuen Schnuller sollten Sie immer tagsüber ausprobieren. So können Sie Ihr Baby beobachten und handeln, sofern dies notwendig wird.

Schnuller Fazit

So schön viele Schnuller sind, so sollten Sie der Gesundheit ihres Kindes zuliebe zuerst auf das Material und die Verarbeitung achten. Ist dieses geklärt, so bieten die meisten Hersteller verschiedenartige Schnuller in unterschiedlichen Farben und mit bunten Motiven an, die dann zur Auswahl stehen. Besonders hochwertige Schnuller sind übrigens auch eine praktische Geschenkidee zur Geburt. Gerade diese vergleichsweise teuren Schnuller werden von den entsprechenden Herstellern häufig in einer Geschenkverpackung verkauft. Qualität zählt auch bei Geschenken zur Geburt meist mehr als Quantität. Auch wenn Paare früher vor der Schwangerschaft wenig über Gesundheit, Ernährung, Naturheilkunde und andere Themen nachgedacht haben, so werden sie dies spätestens ab der Geburt ihres Kindes tun. Sie haben das bei sich vielleicht auch schon bemerkt!